Die deutschen Winter-Olympioniken belegen im Medaillenspiegel der Winterspiele 2010 den Platz 2! Die deutschen Medaillengewinner wurden deshalb schließlich auch von Tausenden Anhängern trotz strömenden Regens bei ihrer Rückkehr in München lautstark gefeiert. Auch wenn es anschließend wieder einmal kritische Stimmen gab, die die unbeschwerte Freude ganz offensichtlich zwischen Wirtschaftskrise und Rekordverschuldung verlernt haben: Deutschland konnte mit einem glänzenden Ergebnis aufwarten. Die deutschen Sportler demonstrierten inmitten einer scharfen Konkurrenz deutsche Leistungsfähigkeit. Ein Grund für gesundes deutsches Selbstbewußtsein, ein Grund zum feiern. Im Deutschland der Berliner Republik übt man indes Zurückhaltung oder verweist auf schlechte Ergebnisse bei den Trendsportarten oder auf die ungünstige Relation zwischen Sportförderung und Medaillenzahl. Die Fakten sprechen jedoch für sich: 30 Medaillen wurden für Schwarz-Rot-Gold geholt, davon zehn goldene, 13 silberne und sieben bronzene. Schaut man sich den deutschen Kulturkreis an und bezieht allein die Österreicher ein, so wären noch einmal 16 Medaillen zu addieren. Damit könnten die Länder deutscher Zunge ein wirklich stolzes Resümee ziehen. Wäre man ganz genau, könnte man den Südtiroler Armin Zöggeler sowie fünf deutschsprachige Schweizer Medaillengewinner beim Gesamtüberblick ebenfalls noch in Betracht ziehen. Im ewigen Medaillenspiegel ist Deutschland nach diesen Winterspielen übrigens auch souverän an erste Stelle gerückt.
Auch die Ursachen für das glänzende Abschneiden der deutschen Sportler dürfen gelobt werden, denn die Sportförderung durch den deutschen Staat ist vorbildlich. Die Bundeswehr patrouilliert nicht nur am Hindukusch oder am Horn von Afrika, sondern sie tut auch Sinnvolles: 80 Prozent der Medaillen bei diesen Winterspielen wurden von Bundeswehrsoldaten errungen, außerdem acht von Mitgliedern der Bundespolizei und fünf vom Zoll.
