Am 12. August 1970 unterzeichneten der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt und der sowjetische Ministerpräsident Alexej Kossygin im historischen Katharinensaal des Kreml den „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken“. Es war dies der erste der sogenannten „Ostverträge“, die unter dem Deckmantel von „Versöhnung“ und „Annäherung“ den Ausverkauf deutscher Ansprüche und Eigentums ermöglichten. Millionen Heimatvertriebene sahen sich betrogen. Bereits ein halbes Jahr zuvor war Brandt für seine Entspannungspolitik mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Auch heute spielen zunehmend politische Motive eine Rolle bei der Verleihung dieses prestigeträchtigen Preises.
