Archiv für die Kategorie „Geschichte“

Millionenfacher Betrug

Donnerstag, 29. Juli 2010

ostverträgeAm 12. August 1970 unterzeichneten der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt und der sowjetische Ministerpräsident Alexej Kossygin im historischen Katharinensaal des Kreml den „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken“. Es war dies der erste der sogenannten „Ostverträge“, die unter dem Deckmantel von „Versöhnung“ und „Annäherung“  den Ausverkauf deutscher Ansprüche und Eigentums ermöglichten. Millionen Heimatvertriebene sahen sich betrogen. Bereits ein halbes Jahr zuvor war Brandt für seine Entspannungspolitik mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Auch heute spielen zunehmend politische Motive eine Rolle bei der Verleihung dieses prestigeträchtigen Preises.

Glanzvoller Erfolg

Donnerstag, 29. Juli 2010

olympiaAm 1. August 1936 wurden im Berliner Olympiastadion die XI. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit eröffnet. Da man 1920 und 1924 zu den Spielen nicht eingeladen worden war, bot sich für das Deutsche Reich nun eine willkommene Gelegenheit, Tatkraft, Aufbauwille und Weltoffenheit zu demonstrieren. Die Spiele wurden für Deutschland ein außerordentlich großer Erfolg: Nicht nur, daß man mit insgesamt 89 gewonnenen Medaillen die Wertung deutlich vor den zweitplazierten USA gewann, es kamen auch rund 1.800 akkreditierte Journalisten aus aller Welt zu den Spielen, die staunend der internationalen Öffentlichkeit über Glanz und Pracht  der deutschen Inszenierung berichteten. Erstmals fand nach einer deutschen Idee auch der olympische Fackellauf statt; die 3.075 Kilometer lange Strecke war eigens von Mitarbeitern des Propagandaministeriums ausgesucht und vermessen worden. Die Spiele erwirtschafteten dem Deutschen Reich dringend benötigte 500 Millionen Mark an Devisen.

Sachse im All

Donnerstag, 29. Juli 2010

kosmonautenSigmund Jähn war als Bürger der DDR am 26. August 1978 der erste Deutsche im All, an Bord der russischen Sojus 31. Die Süddeutsche Zeitung schrieb damals: „Zum ersten Mal wird im Weltraum deutsch gesprochen, wenn auch mit sächsischem Akzent, was die Sache gleich wieder ins Komische zieht, so daß wir sie nicht ganz so ernst nehmen müssen. Der erste richtige Deutsche soll schließlich erst 1980 mit einem amerikanischen Spacelab-Raumschiff in den Weltraum fliegen.“

Südafrikanische Titelträume

Freitag, 18. Juni 2010

flaggen-pixAm 8. Juli 1990 wurde Deutschland zum dritten und bisher auch letzten Mal Fußball-Weltmeister. Die damals noch rein-deutsche Mannschaft um Rudi Völler, Jürgen Klinsmann und Lothar Matthäus schlug im Endspiel in Rom Argentinien mit 1 : 0 durch Foul-Elfmeter. Torschütze war, souverän wie immer, Andreas Brehme. Dieser Sieg gab dem noch (weiterlesen…)

Rekord mit Hindernissen

Freitag, 18. Juni 2010

Deutschland5 Tage, 15 Stunden und 46 Minuten benötigte die „Deutschland III“ am 4. Juli 1900 bei ihrer Jungfernfahrt für die Strecke Hamburg – New York, was der Reederei HAPAG das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung einbrachte. Eine auch im heutigen Vergleich noch beeindruckende Leistung, wobei es allerdings nicht annähernd so komfortabel zuging wie auf heutigen (weiterlesen…)

Schwarzwälder Schriftschaffer

Freitag, 18. Juni 2010

SütterlinIn Lahr im Schwarzwald wurde am 15. Juli 1865 der Schriftkünstler und Pädagoge Ludwig Sütterlin geboren, Entwickler der nach ihm benannten Sütterlinschriften. Eingeführt in Preußen 1915, wurde die deutsche Sütterlinschrift 1941 bereits wieder durch einen Schrifterlaß verboten, da der NS-Regierung die „gotische Verinnerlichung […] schlecht in das Zeit­alter von Stahl und Eisen, Glas und Beton, von Frauenschönheit und Männerkraft, von hochgehobenem Haupt und trotzigem Sinn […]“ paßte. Viele Deutsche beherrschen die Schrift ihrer Kindheit dennoch bis heute, für Nachgeborene ist sie meist nur schwer lesbar.

Gemeinsames Gedenken

Donnerstag, 20. Mai 2010

17._Juni_1953Ein historisch bedeutsamer Tag für ­alle Deutschen war der 17. Juni 1990. An diesem Tag gedachten sowohl der (west)deutsche Bundestag als auch die DDR-Volkskammer gemeinsam des Volksaufstandes im Jahre 1953 in der DDR. Vor 1990 galt im SED-regierten Mitteldeutschland der Aufstand des 17. Juni offiziell als ein „faschistischer Putschversuch“, der vom Westen ­geschürt worden sei.

Ein Kreuz klagt an

Donnerstag, 20. Mai 2010

KreuzAuf den Uhlenklippen bei Bad Harzburg wurde am 24. Juni 1950 ein Ostlandkreuz aufgestellt (im Jahre 2000 erneuert). Der Berliner Bürgermeister Ernst Reuter (SPD) und der Vertriebenenminister Hans Lukaschek (CDU) gelobten bei dieser Gelegenheit: „Niemals Anerkennung der Oder-Neiße-Linie!“

In Deutschland gibt es mehrere hundert Ostlandkreuze, von denen sich die meisten auf Friedhöfen befinden. Ostlandkreuze (auch „Kreuze des deutschen Ostens“) sind Gedenkkreuze, die an die Leiden, welche die einst in Böhmen und Mähren lebende deutsche Bevölkerung bei ihrer Vertreibung nach 1945 erlitten hat, erinnern soll. Der Bau der Ostlandkreuze erfolgte in der Regel spendenfinanziert durch die im Bund der Vertriebenen (BdV) organisierten Vertriebenenverbände. Ostlandkreuze befinden sich heute neben Bad Harzburg noch in Geislingen an der Steige (Baden-Württemberg), in Nordstemmen (Niedersachsen) und in Winterbach (Baden-Württemberg).

Komponist der Romantik

Donnerstag, 20. Mai 2010

Robert_Schumann_1830Am 8. Juni 1880 wurde in Zwickau der deutsche Komponist Robert Schumann geboren. Er studierte zunächst Jura in Heidelberg und Leipzig. Dort begann er, Klavierunterricht bei Friedrich Wieck zu nehmen und widmete sich ab 1830 schließlich ganz der Musik. Eine Karriere als Pianist war ihm jedoch durch ein Fingerleiden unmöglich. Sein komposito­risches Schaffen umfaßt Lieder und Liederzyklen, ­Klavier-, Orchester- und Kammermusikwerke sowie die Oper „Genoveva“. Schumann starb am 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn. Bis heute zählen seine Kompositionen zu den bekanntesten weltweit.

Bedingungslose Kapitulation

Freitag, 23. April 2010

KapitulationNach fast sechs Jahren Krieg trat am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht um 23.01 Uhr in Kraft. Zahlreiche deutsche Initiativen zur Erreichung eines gerechten Friedens waren zuvor gescheitert. Eine Kapitulation Deutschlands, d.h. des Deutschen Reiches, hatte nach heute herrschender Meinung in der Rechtswissenschaft nicht stattgefunden. Die letzte Reichsregierung Dönitz wurde am 23. Mai 1945 in Flensburg von Engländern gefangengenommen. Die Souveränität Deutschlands war beseitigt.