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KZ für Deutsche

Montag, 1. März 2010

MahnmalDas „NKWD-Lager Nr. 9 Fünfeichen“ war eines von elf sowjetischen Internierungslagern auf dem Gebiet der späteren DDR. Bis 1949 waren dort ungefähr 15.000 deutsche Frauen, Männer und Kinder eingesperrt. Viele waren einfach wegen ihrer sozialen Herkunft (Unternehmer oder Akademiker) oder wegen ihrer demokratischen Gesinnung (Mitglieder von SPD, LDP und CDU) interniert. Über 5.000 starben an Hunger, Seuchen und anderen Krankheiten. Am 14. März 1990 wurden die ersten Massengräber freigelegt. Im April 1992 begann mit der Gründung einer Arbeitsgemeinschaft die Aufarbeitung in Neubrandenburg. Im darauf folgenden Jahr wurde am ehemaligen Lagereingang ein Denkmal errichtet. Im Jahre 1999 wurden 59 Bronzetafeln eingeweiht. Sie tragen die Namen der 5.169 deutschen Toten des NKWD-Lagers Fünfeichen. Zum 60. Jahrestag der Schließung des „Speziallagers Nr. 9“ wurde im April 2008 eine ursprünglich in der Neubrandenburger Marienkirche verwendete Stahlglocke im Eingangsbereich der Gedenkstätte geweiht.