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„Ende der Krise nicht in Sicht“

Freitag, 1. Januar 2010

Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Im Gespräch mit ZUERST!: Prof. Dr. Wilhelm Hankel über den Einfluß der Privatbanken auf die deutsche Politik

Herr Professor Hankel, derzeit ist die Bundesrepublik Deutschland mit etwa 1,7 Billionen Euro verschuldet. Wird die Luft langsam dünn?

Hankel: Sie wird bald noch dünner werden. Laut EU wird die deutsche Staatsverschuldung  bis zum Jahre 2014 weiter kräftig steigen. M.E. sogar noch stärker als die EU befürchtet. Es könnten bis zu 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werden. Andere westliche Industrieländer, wie Japan oder in der Europäischen Union (EU) England, Irland, Belgien Griechenland, Italien, Portugal und die meisten osteuropäischen Länder liegen weit darüber. Auch der neue deutsche Finanzminister lehnt es ab, „in die Krise hinein zu sparen“. Und die ins Grundgesetz geschriebene Schuldengrenze greift ohnehin nicht vor Ablauf von zehn Jahren. Wir werden uns also noch an weit höhere Schuldenberge und Schuldenbelastungen gewöhnen müssen. (weiterlesen…)