Peinlich: Deutscher Botschafter kritisiert Vatikan wegen Friedenspolitik
Rom/Berlin. Mit Blick auf die weltweit üblichen diplomatischen Umgangsformen ist das schon ziemlich dreist: der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl, Bruno Kahl, wirft dem Vatikan eine zu einseitige Friedenspolitik (!) vor. Die Kirche müsse stärker anerkennen, daß Staaten sich gegen militärische Bedrohungen wappnen und ihre Bevölkerung schützen müßten. In einem Interview der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ kritisierte der frühere BND-Chef, den jüngsten Verlautbarungen des Vatikans fehle ein realistischer Blick auf die Möglichkeit von Kriegen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen << „Solange der Mensch als Sünder auf dieser Welt lebt, muß er mit Krieg rechnen“, erklärte Kahl. Diese Einsicht sei im Konzilsdokument „Gaudium et Spes“ und im Katechismus der Katholischen Kirche verankert, werde in neueren Stellungnahmen aber nicht mehr ausreichend berücksichtigt. Papst Leo XIV. habe zwar…